TV Kultur und Kritik
ist im Rahmen einer Übung im Fach Medienwissenschaft an der Universität Regensburg entstanden. Der Blog versammelt Kritiken zu den unterschiedlichsten Facetten der Fernsehkultur, die von arte (Breaking Bad) bis RTLII (Die Geissens) reicht. Ziel ist es eine Kritik zu etablieren, die dem Wesen, der Rezeption und der Faszination für das Format gerecht wird. Wir sind offen für Beiträge, die die Auseinandersetzung mit dem Fernsehen erweitern.

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Montag, 31. August 2020

Hollywood

von Alina Engl
Die Serie Hollywood ist eine US-amerikanische Miniserie, die seit dem 01.05.2020 auf dem Video-on-Demand-Anbieter Netflix zu sehen ist. Die eigentliche Idee zur Serie stammt von Ryan Murphy und Ian Brennan, die bereits zusammen die Produktionen The Politician, Scream Queens und Glee entwickelten. Die Geschichte handelt von einigen Personen, welche nach dem Zweiten Weltkrieg in der Stadt Hollywood Karriere machen möchten und dabei nicht nur Herausforderungen aufgrund ihrer Herkunft oder Sexualität zu bestreiten haben, sondern auch echten Prominenten der damaligen Industrie begegnen.

Dienstag, 21. Juli 2020

„Pearl Harbor“ – Alternativprogramm zu Netflix

von Lea D.
Es ist Wochenende 19:30Uhr, die ganze Familie sitzt am Esstisch, hat bereits gemeinsam zu Abend gegessen und möchte nun noch gemütlich zusammen Fernsehen schauen. Wie vermutlich bei vielen Familien, in denen es Mitglieder mit ganz unterschiedlichen Interessen und Präferenzen gibt, entpuppt sichauch bei uns die Suche nach einem passenden Abendprogramm des Öfteren als schwierig.
Das Schlimmste was man in dieser Situation machen kann ist Netflix zu öffnen. Ohne zumindest eine ungefähre Idee davon zu haben, was man denn eigentlich schauen möchte, wird man von der Angebotsvielfalt des Streaming Anbieters quasi erschlagen.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Die Inflation der Unterbrechung. Alexander Kluge, Joko und Klaas und Männerwelten

von Herbert Schwaab 
Wenn sie folgenden Link (https://www.prosieben.at/tv/joko-klaas-gegen-prosieben/video/32-maennerwelten-joko-klaas-15-minuten-clip) anklicken, dann haben sie eine am 14.5.2020 im Fernsehen ausgestrahlte 15-minütige Show über männliche Gewalt im Internet und außerhalb des Internets gesehen. Sie haben sie aber auch nicht gesehen, weil zu der Wirkung dieses Clips dazugehört, dass er im laufenden Fernsehprogramm als von Joko und Klaas in ihrem Duell gegen Pro7 gewonnene 15 Minuten Sendezeit zur Primetime gezeigt und damit der Flow des Fernsehens auf radikale Weise unterbrochen wurde. Daher ist es auch schade, dass der von Pro7 aufbewahrte Clip mit dem Joko und Klaas Intro im 1980er Jahre Stil zwar ein kleines Moment von Heterogenität anbietet, der so typisch für den Raymond Williams in den 1970er Jahren definierte flow des Fernsehens ist. Was fehlt ist aber das tatsächliche Programm, das der lange Clip unterbrochen hat, und der Schock, den es für die Grey’s Anatomy Fans bedeutet haben muss (denn davor lief angeblich der Clip), sich mit dieser Ausstellung von männlicher Gewalt, Stumpfheit, Empathielosigkeit, Egozentrik und ihrer hässlicher Fantasien und egozentrischen Maßlosigkeit beschäftigen zu müssen.
Unterbrechung ermöglicht eine interessante, strategische Vereinnahmung des Fernsehprogramms. Als Ende der 1980er Jahre die ersten privaten Sender wie RTL oder Sat1 auch terrestrische Frequenzen für die Antennenausstrahlung haben wollten (bisher waren sie nur über Kabel empfangbar gewesen), wurde ihnen von der Politik auferlegt, auch einen Kulturauftrag zu erfüllen. Weil das zu anstrengend war, hat der Filmemacher Alexander Kluge mit seiner Produktionsfirma dctp (an der auch der Spiegel beteiligt war), diesen Sendern das Angebot gemacht, diesen Kulturauftrag für sie zu übernehmen, worauf vor allem RTL zurückgegriffen hat. Seine Sendungen wie News and Stories, 10 vor 11 und das ironisch betitelte Prime Time,  waren die sperrigsten Stücke Fernsehen, die sich vorstellen lassen: Manchmal waren es collagenartige Zusammenstellungen von Bildern und Tönen, meistens in einer Einstellung gedrehte Interviews mit Experten zu kulturell hochrelevanten, aber komplizierten Themen, häufig aber auch Interviews mit Menschen, die so taten, als wären sie Experten (wie Helge Schneider oder Peter Berling). Immer kam aus dem Off immer die überaus beruhigende und nachhakende Stimme von Alexander Kluge, der zwar Fragen stellte, sich aber auch gerne eigenen Assoziationen, die immer weiter vom Thema wegführten, hingab.

Dienstag, 5. Mai 2020

Corona King. Fünf Gründe, den Netflix Dokuserien-Blockbuster Tiger King nicht zu schauen

von Herbert Schwaab 

Diese Krise kennt viele Verlierer und nur zwei Gewinner: Netflix und Amazon, diese Hofliferanten einer Welt der Eingeschlossenen und überforderten Familien. Genau in dieser Zeit fällt die Veröffentlichung der Netflix Dokuserie Tiger King: Murder, Mayhem and Madness, und der Virus wird oft als Grund genannt, warum dieses Serie zu einem so großen Erfolg wurde, mit etwa 37 Millionen Zuschauer*innen weltweit. Es gibt einen Hype um Tiger King, von dem ich nach kurzer Zeit, aber nicht als erster auch erfasst wurde. Der Grund dafür ist einfach. Die Doku-Serie von Eric Goode und Rebecca Chaiklin, die über einige Jahre das Leben von Joe Exotic und seinem kommerziellen Raubtierzoo in Oklahoma dokumentieren, bietet einiges: die bizarre Welt der Privatzoos und der Fans und Besitzer*innen von exotischen Tieren und Raubtieren; Einblicke in die unglaublichen Abgründe der ländlichen, abgehängten Redneck-USA, vor allem Einblicke in die zahnlosen Meth-Gesichter der Mitarbeiter von Joe Exotic; Dokumentationen von Rassismus und Sexismus, Waffenwahn, der einem der zwei Ehemänner von Joe Exotic auch das Leben kostet; immer wieder Dokumentationen der eigenartigen Beziehung von Mensch und Tigern und Löwen, mit denen hemmungslos gekuschelt wird, die Menschen auf Autofahrten auf dem Beifahrersitz begleiten, als kleine kuschelige Pelztiere in Hotelzimmer in Las Vegas geschmuggelt werden und als Hauptattraktion bei den Tierschauen in den privaten Zoos eingesetzt werden; sie zeigt uns aber auch ein brutales Geschäft von Menschen, die weitaus gefährlicher sind, als Raubtieren je sein könnten, die skrupellos eine hemmungslose Aufzucht von kleinen Tigerbabys betreiben und die die nicht mehr verwertbaren, ausgewachsenen Tiger nach 6 Monaten töten, wenn sie die Kapazitäten dieser chaotisch geführten Zoos überfordern; wir lernen arrogante Raubtierbesitzer wie Doc Antle kennen, der als geborener Showman nicht nur einigermaßen erfolgreich und geschickt einen Privatzoo, sondern auch eine sektenartige Kommune ergebener Frauen anführt. Aber bei allem ist und bleibt die Hauptattraktion Joe Exotic, der zwar offen schwul mit zwei Ehemännern lebt, der aber dennoch durch und durch sexistisch, rassistisch, korrupt, sadistisch und von sich selbst besessen ist. Deswegen strebt er eine Karriere als Countrysänger (von nicht selbst gesungenen Songs) an, lässt sich auf eine kostspielige Kampagne zu einer Gouverneurswahl ein und führt eine verhängnisvolle Fehde mit der Tierschützerin Carole Baskin, die aber selbst sehr erfolgreich einen eigenen Privatzoo führt, der zum Schutz von Großkatzen gegründet worden sein soll. 

Donnerstag, 27. Februar 2020

Funk - Das neue Fernsehen?

von Janik Schöbel
Letzte Woche ist mir etwas skurriles passiert. Mir war langweilig und ich habe um 20:00 Uhr den Fernseher eingeschaltet. Für gewöhnlich würde ich jetzt ohne zu zögern Netflix öffnen und eine meiner 10 offenen Serien weiterschauen, doch ich hab auf meinen Receiver gewechselt und es lief „Joko & Klaas gegen Prosieben“. Ich dachte ich geb dem ganzen eine Chance und schaute es mir an. Dann, nach 10 Minuten, war das erste Spiel vorbei und es ging in die Werbung. Die erste Minute war ganz ok, doch nach der hundertsten Hotel - Vergleichsportal Werbung wurde es dann anstrengend. Also hab ich kurzer Hand wieder auf Netflix gewechselt und alles war beim alten. Ich würde meine Bequemlichkeit nicht unbedingt als Problem betrachten, aber Fakt ist, dass sich die junge Generation immer mehr vom einfachen „Old-School“ Fernsehen distanziert. Stattdessen wird der Laptop aufgeklappt, Netflix im Browser geöffnet und es liegt einem die ganze Film- und Serienwelt zu Füßen. Und wenn mal was spannendes im Fernsehen läuft, dann ist es kurze Zeit später entweder in der Mediathek oder auf YouTube verfügbar. Sogar Instagram steigt jetzt mit „IGTV“, welches zulässt Videos länger als 60 Sekunden hochzuladen, ins Video-Streaming Game ein.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

#socialcinema

von Janik Schöbel
Noch nie davon gehört? Tja, ich hatte auch keinen Schimmer was dieser Hashtag bedeuten sollte, als ich Ihn das erste mal auf Instagram entdeckt habe. Doch dahinter steckt etwas wirklich erstaunliches.
Instagram, die Welt der quadratischen Bilder und selfmade Videos. Jeder kennt es, jeder liebt es. Ich vergeude laut iPhones Bildschirmzeit ca. 60 Minuten Lebenszeit am Tag mit Storys anschauen, Bilder liken und „Feeds“ von anderen zu betrachten. Es ist eine Sucht.. Vor kurzem hat Instagram jetzt auch noch IGTV veröffentlicht, was einem ermöglicht, Videos mit unbestimmter Länge und im Querformat hochzuladen. Und an genau diesem Punkt wird es spannend. Im Jahr 2016 gab es dieses Feature noch nicht. Man konnte zwar Videos hochladen, jedoch nur begrenzt auf 15 Sekunden. Da kann man vielleicht mal seine Katze beim schlafen filmen aber mehr auch nicht… oder?

Montag, 23. September 2019

„Hilfe Herr Doktor, ich habe so starke Kopfschmerzen!“ – Wie uns Arztserien wie „In aller Freundschaft“, in ihren sehr realistischen Klinikalltag mitnehmen

von Luisa Lorenz
Wenn doch nur jeder Arzt- oder Krankenhausbesuch so angenehm wäre, wie in einer unserer geliebten Arztserien im deutschen Fernsehen! Von „In aller Freundschaft“ über „Der Bergdoktor“, „Doctor’s Diary“ oder „In aller Freundschaft – die jungen Ärzte“, für jeden ist etwas dabei.

Das Wiesn-Spektakel des Bayerischen Rundfunks

von Kira Lorenz
Der Bayerische Defiliermarsch erklingt, Zoom auf die Bavaria: endlich ist wieder September. Auf das Oktoberfest arbeitet der Bayerische Rundfunk das ganze Jahr hin, könnte man zumindest denken, wenn man die schiere Überladung des Programms mit zwei Wochen Wiesn in Dauerschleife sieht. Zumindest habe ich das in Erinnerung, wenn mein Vater abends das dritte Programm eingeschaltet hat und man quasi den ganzen Abend live auf der Wiesn war. Neben den ausgiebigen Berichten, die oft mehr als zwei Stunden Programm fressen, wird das Thema auch in Rundschau, Abendschau und ähnlichen alltäglichen Programmen behandelt. Die Oktoberfestdauerbeschallung ging uns allen schon nach dem ersten Wochenende auf den Geist, was vor allem auch an den oftmals anstrengenden Moderatoren lag.

Donnerstag, 5. September 2019

Joko und Klaas – tolle Entertainer für jedermann

von Simona Röhrl
Seit langem besitzen Joko und Klaas mehrere Formate auf dem Sender Pro7. Von der Talkshow Late Night Berlin, die jeden Montag von Klaas moderiert wird, bis zu Duell um die Welt, in der sich die beiden vor Ort und vorgedreht in anderen Ländern gegenseitig Aufgaben stellen, die sie machen müssen, um einen Punkt zu bekommen. Der Humor der beiden ist einzigartig. Sie lieben es sich gegenseitig reinzulegen und dem anderen zu schaden. Wie zum Beispiel Klaas, der einen Tag im Büro nutzt, um Joko den ganzen Tag mit Feuer zu erschrecken und letztendlich auch einen Benzinstreifen mit Feuer in seine Klokabine laufen lässt. Die beiden sind auf jeden Fall Unterhaltung pur und auch wenn sie diesen Humor in jeder ihrer Formate mitbringen, schaffen sie trotzdem jedes Mal ein anderes Entertainment. Durch die unterschiedlichen Aufgaben, Streiche und andere die mitwirken, ist ihr Programm sehr abwechslungsreich und sie sind immer an neuen Sendungen dran. Aktuell laufen im Fernsehen: Late Night Berlin, Joko und Klaas gegen Pro7, Das Duell um die Welt und Die beste Show der Welt. Jedes dieser Formate unterscheidet sich im Inhalt der Show.

Fernsehen, dafür wurden Filme gemacht

von Herbert Schwaab
Montag Abend habe ich auf Arte einen Film des französischen Regisseurs Claude Chabrol gesehen. Eine komplexe Rachegeschichte aus dem Jahr 1969 mit einem monströsen, unfallflüchtigen Familienvater, dessen Tod nicht nur von dem Vater des bei dem Unfall getöteten Jungen, sondern von der ganzen Familie gewünscht wird. Ein kleiner böser Film von einem der Hauptvertreter der Nouvelle Vague, die in den 1960er Jahren das Kino erneuert hat. Es ist ein nicht unwichtiges Werk der Filmgeschichte, das ich bisher noch nie gesehen hatte, mit wunderbaren Bildkompositionen in den gemäldeartigen Aufnahmen der kaputten Familienkonstellation in den Innenräumen, die auf dem großen Bildschirm unseres neuen Fernsehers noch besser aussahen. Solche Filme lassen sich nicht auf Netflix finden. Das Netflixpublikum sind seelen- und geschichtslose Menschen, die in einer ewigen Gegenwart gefangen sind. Die klassischen Zuschauer und Zuschauerinnern des Fernsehens waren dagegen, auf natürliche Weise, in verschiedenen Jahrzehnten der Filmgeschichte zuhause.

Mittwoch, 24. Juli 2019

Serien enden!

von Herbert Schwaab 
Spoiler Alert
I want you ist einer der längsten Songs, den die Beatles veröffentlicht haben. Er wiederholt nur wenige Worte, die die Liebe und das Verlangen John Lennons zu und nach Yoko Ono ausdrücken sollen, und lässt den Song in einem Fadeout ausklingen. Das Fadeout ist schön, aber auch lang, und dieser simple, aber auch verzweifelte Song scheint kein Ende zu finden. Das Ende beschert eine Schere, die das Tonband einfach durchschneidet – unglaublich brutal und abrupt, aber immerhin ein Ende. John Lennon mag sich das an dem Nouvelle Vague-Film Jules und Jim von François Truffaut abgeschaut haben, der seinen verspielten Liebesfilm auch abrupt enden lässt: mit einem herbeigeführten, aber unvorbereiteten Unfall, der ein Auto von einer Brücke stürzen lässt. I want you und Jules und Jim reflektieren damit auch über die Enden von Musik und von Film, vielleicht auch als eine Kritik an der Geschlossenheit, die Erzählungen und Musikstücke immer zu erzeugen versuchen. Tatsächlich wünschte ich mir, es gäbe auch bei Serien eine Schere, die einfach die die Episode durchschneidet, alle narrativen Fäden kappt und endgültig, kalt und schmerzlos alles beendet. Es ist manchmal eine Qual, dass Serien kein Ende finden.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Big Brother auf Ibiza - Der Strache-Thementag auf ORF2, 18.5.2019


Von Herbert Schwaab 
Am Freitag den 17. Mai abends, so um 19h, Meldungen auf meinem Smartphone von Spiegel online: es gibt ein kompromittierendes Video mit H.C. Strache, Vize-Kanzler in Österreich, und Johann Gudenus, Clubobmann der FPÖ im Parlament desselben Landes. Keine Zeit, das Video anzuschauen, aber die Meldung und die Bilder aus dem Video sehen vielversprechend aus. Ist das der große Skandal,  den eine rechtspopulistische Regierung in Österreich notwendig innerhalb von 2 oder 3 Jahren produziert und der sie vernichten wird? Auch der nächste Morgen bringt noch keine Erkenntnisse, da die Information um 18 h veröffentlicht noch nicht von der Zeitung thematisiert werden konnte. Daher entschließen wir uns trotz der frühen Stunde, den Fernsehapparat anzumachen und ich schaue gebannt auf ORF dem Video einer ‚bsoffenen Gschicht‘ zu, wie es später von Strache bezeichnet wird: Er in einem sehr legeren und offenen Sommerhemd, auf einer Couch liegend, rauchend und Red Bull Wodka trinkend, Gudenus meist stehend, übersetzedn und mit einem imaginären Revolver in die Luft schießend, die Frau von Gudenus und eine verpixelte, vermeintliche russische Oligarchennichte neben Strache auf dem Sofa, die sich das alles anhört, was Strache sagt.

Donnerstag, 23. November 2017

Amazon Fire TV - Das Feuer ist erloschen

von Herbert Schwaab

Fernsehen war so einfach und ist so kompliziert geworden. Das Eintreten in eine neue, benutzerfreundliche Fernsehwelt ist meist mühsam und bleibt es eigentlich auch. Der Sonntagabend war so lange für ein zielloses, zwangloses Fernsehen reserviert mit wenig Rezeption und viel Unterhaltung (untereinander). Er hat sich in den letzten zwanzig Jahren durch Medien wie Videokassette, DVD, Fernsehserien auf DVD und Netflix zuletzt immer schneller verändert. Letzten Sonntag wurde unser internetfähiger Fernseher durch den Amazon Fire TV Stick erweitert. Heutige Mediengeräte sind häufig Black Boxes, deren Funktionen wir nicht verstehen. Eigentlich weiß ich tatsächlich nicht, was dieser Stick macht. Aber wenn man ihn reinsteckt und auch mit der Umschalttaste den USB-Anschluss auf dem Fernseher findet, erscheinen plötzlich ähnlich wie bei Netflix Oberflächen, die den Zutritt zu einer Unzahl von Filmen und Serien und damit einen erfüllten Abend versprechen. Es wird dann aber doch alles eher enttäuschend.

Dienstag, 21. November 2017

Auf Streife - Blaulichtwahn am Abgrund?

von Katharina Sodtke

Die Sirenen heulen, ein Polizeiauto bremst abrupt mitten auf der Straße ab, bei laufendem Motor springen zwei Polizisten aus ihrem Wagen und verfolgen einen verdächtigen Mann. Die Rede ist hierbei nicht von einem zweitklassischen, klischeebehafteten Actionfilm, sondern von der Polizei Scripted-Reality Serie Auf Streife

Dienstag, 12. September 2017

Man vs. Fly: Ein Blick in das Kuriositätenkabinett des Senders Tele 5

von Felix Rieger 

Ob Fußball-WM, Berichte vom aktuellen Bundestagswahlkampf oder Weltkriegs-Dokus – es braucht nicht mehr als einen kurzen, zaghaften Blick in eine der vielen Fernsehzeitschriften um zur ebenso ernüchternden wie banalen Erkenntnis zukommen, dass die Geschichte der Menschheit vor allem eines ist, nämlich eine Chronik unzähliger Konflikte. Doch während bei diesen Ereignissen der monumentale Charakter mehr oder weniger offensichtlich hervortritt, ist das bei den kleinen Kriegen des Alltags eher weniger der Fall. Niemand schenkt Charlotte Beachtung, die gerade den einzig freien Parkplatz an Christian verloren hat, weil er im Eiltempo über den Asphalt gerauscht ist. Oder man denke nur an den kleinen Jan, der im Armdrücken gegen die fiese Lisa verloren hat und seither von den coolen Jungs auf dem Schulhof ausgelacht wird.

Montag, 4. September 2017

Avatar, der Herr der Elemente. Ein etwas anderer Cartoon

von Quirin Hönig 

Es ist sicher etwas seltsam eine Kritik mit dem Fazit zu beginnen, aber für alle welche die Serie Avatar – Der Herr der Elemente (Avatar – The Legend of Aang) noch nicht gesehen haben: Seht sie euch an! Sie mag eine Zeichentrick-Serie sein, sie mag eine Kinderserie sein, aber ich kann versprechen, dass sie großartig ist. 

Montag, 31. Juli 2017

100 Straftäter und ein verseuchter Planet – The 100 zieht Science-Fiction-Fans in seinen Bann


von Verena Meier

Ein düsteres Szenario. Atombomben haben vor 97 Jahren beinahe die gesamte Erde atomar verseucht. Die vermeintlich letzten überlebenden Menschen befinden sich auf der „Ark“, einer Raumstation, die sich nach dem Atomkrieg aus zwölf einzelnen Stationen zusammengeschlossen hat. Dort oben gelten eiserne Regeln, wie beispielsweise eine Ein-Kind-Politik oder die Tatsache, dass jeglicher Regelverstoß eines über 18-Jährigen als Kapitalverbrechen gilt und mit dem Tod bestraft wird. Dank strenger Gesetze und deren akribischer Durchsetzung durch die Ratsvorsitzenden Thelonious Jaha (Isaiah Washington), Marcus Kane (Henry Ian Cusick) und Abby Griffin (Paige Turco) bleibt die Ark am Leben. Doch nach vier Generationen im All versagen langsam aber sicher wichtige Geräte der Raumstation; den Menschen geht der Sauerstoff aus. Der Plan der Ratsvorsitzenden: 100 jugendliche Straftäter, die wegen ihrer Verbrechen bis zu einer Anhörung an ihrem 18. Geburtstag unter Arrest stehen, sollen in einer geheimen Mission zur Erde geschickt werden, um herauszufinden, ob ein Leben auf dem verseuchten Planeten wieder möglich ist. 

Friends – Das sympathischste Sechserpack im Fernsehen der 90er


von Kristina Neumüller

Sechs Freunde, viele Probleme, noch mehr Fettnäpfchen und jede Menge Spaß für die Zuschauer! Friends heißt die erfolgreichste US-amerikanische Sitcom der Neunziger, die von 1994 bis 2004 produziert wurde.  
Die Serie behandelt die Themen Liebe, Beziehungen, Sex, Freundschaft, Familie, Karrieren und viele weitere. Man begleitet die New Yorker Clique auf ihrem Weg, auf dem sie als junge Menschen viel erleben und an sich wachsen und erwachsen werden.

Donnerstag, 20. Juli 2017

How I Met Your Mother - Die Liebe des Lebens, Freundschaft und andere ganz große Gefühle


von Lena Jung

„Das ist das Lustige am Schicksal: es passiert, ob du es geplant hast oder nicht“, ein Slogan des Hauptdarstellers Ted, der sich durch die komplette Serie „How I Met Your Mother“ zieht, kurz bevor er sagt: „(…) weil das ist die wahre Geschichte wie ich eure Tante Robin traf.“ – Ein Ereignis, das sich wirklich durch die ganze Serie zieht.
Knapp sechs Jahre lang konnten die deutschen Zuschauer auf Pro7 Ted Mosby, Marshall Eriksen, Lily Aldrin, Robin Scherbatsky und Barney Stinson zusehen, wie sie alltägliche Probleme wie Job, Freundschaft und vor allem in der Liebe zu bewältigen versuchen.
Ted ist einer der fünf Hauptpersonen der Serie, der im Jahr 2030 seinen beiden Kindern die Geschichte erzählt, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Dabei berichtet er von den Erlebnissen seiner besten Jahre mit seinen Freunden.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Hannibal


von Susanne Haspel  
   

(Quelle: https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg-oN3HRwuoEo_wEd-QDXevOj3tdoSMC6F7qKcsY1aM4m2AgecDRxIrmsKLgvI9sI9psBqeFFsi1TGI84NFB1fhB5CzwWutNRqflXRNkaxj_mn0inLU6GpVblJiCRPhyphenhyphensf8yql9RAZOZEc/s1600/hannibal_2.jpg)

Hannibal. Der Titel der Serie. Das ist alles, was der Zuschauer zum Verständnis des Konzepts benötigt.
Egal, ob durch die wohl bekannteste Inkarnation von Anthony Hopkins in Das Schweigen der Lämmer, Brian Cox in Blutmond, die ursprünglichen Romane von Thomas Harris oder einfach nur durch ‚Allgemeinwissen‘: Der Name Hannibal Lecter wird bei jedem unverzüglich zu Assoziationen führen. Und mit genau diesen Assoziationen weiß diese Serie so gekonnt zu spielen.