TV Kultur und Kritik
ist im Rahmen einer Übung im Fach Medienwissenschaft an der Universität Regensburg entstanden. Der Blog versammelt Kritiken zu den unterschiedlichsten Facetten der Fernsehkultur, die von arte (Breaking Bad) bis RTLII (Die Geissens) reicht. Ziel ist es eine Kritik zu etablieren, die dem Wesen, der Rezeption und der Faszination für das Format gerecht wird. Wir sind offen für Beiträge, die die Auseinandersetzung mit dem Fernsehen erweitern.

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Donnerstag, 27. August 2020

Supernatural - die Treppe nach unten

von Olena Pistun
„Supernatural“ kann nicht einem typischen Horror mit engen Genres zugeschrieben werden. Den Filmemachern ist es gelungen, eine einzigartige Welt zu schaffen, in der Elemente von Horror, Thriller, Fantasie und Drama organisch kombiniert werden. Außerdem sind die Drehbuchautoren der Serie mit einem subtilen Sinn für Humor ausgestattet, den sie in der Ausarbeitung der Bilder der Hauptfiguren und interessanten Handlungsfunden demonstrieren.

Dienstag, 25. August 2020

Twilight: Vampirfilm oder Lovestory?

von Olena Pistun
Twilight ist ein Film, der es geschafft hat, ein weltweites Phänomen zu nennen, das sich sehr erfolgreich an den Kinokassen zeigte und auch vielen Fans ein paar neue Sexsymbole - Robert Pattinson und Kristen Stewart gab. Daraus entsteht die Frage, ob alles, was oben aufgeführt ist, stimmt. Teilweise ja. Dank einer guten PR-Agentur sowie dem Buch von Stephenie Meyer (das in großer Auflage verkauft wurde) hat der Film viele Fans gewonnen, die ihn als ein Phänomen bezeichneten, das meiner Meinung nach teilweise falsch ist: Der Film bringt dem Zuschauer nichts Neues und Gutes. Im Folgenden werde ich versuchen, meine Position vollständig zu beweisen.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Fernsehkritik: The Vampire Diaries – hat die menschliche Faszination gegenüber Vampiren jemals ein Ende?

von Veronica Dittrich
Unheimliche Literatur, Film und Fernsehen übte schon immer eine reizvolle Wirkung auf unzählige Leser und Zuschauer aus, die Gefallen am Spiel mit der Angst finden. Im Mittelalter erfuhr die menschliche Freude am Gruseln erstmals eine Blütezeit in Sagen und Legenden, die mit satanischen Kreaturen zur Verkörperung des Bösen besetzt waren. Diese Sehnsucht wurde später auch in der schwarzen Romantik Ende des 18. Jahrhunderts erfüllt. Die sogenannte „Gothic Fiction“ oder Schauerliteratur beschäftigte sich mit der Darstellung des Düsteren und Hässlichen. Stereotypes Personal wie Geister, Dämonen, Zombies, Hexen, Monster oder Vampire und Schauplätze wie Burgen wurden bewusst gewählt, um eine schauerliche Atmosphäre zu schaffen. All diese Darstellungen des Horrors stimmen darin überein, dass eine Komponente des Bösen vorhanden ist, die auf die Figuren einwirkt, und meist in personifizierter Form, als Mensch oder eben als übernatürliche Kreatur, auftritt. Ebendiese Personifikation des Bösen ist ebenfalls in der US-amerikanischen Fernseh-, Netflix- und Amazon Prime Serie „The Vampire Diaries“ zu finden. Vor den Streaming-Diensten wurde die Serie in Deutschland allerdings auf ProSieben und dem Privatsender Sixx ausgestrahlt. Sie besteht aus acht Staffeln und wurde in den Vereinigten Staaten ab 2009 acht Jahre lang gezeigt. Im Folgenden soll eine kurze Kritik über die Serie erstellt werden. In dieser geht es um die junge Schülerin Elena Gilbert, die ihre Eltern bei einem tragischen Autounfall verloren hat. Gerade als sie dabei ist, ihren Verlust zu verarbeiten und ein neues Highschool-Schuljahr zu beginnen, taucht der mysteriöse, gutaussehende neue Schüler Stefan Salvatore auf ihrer Bildfläche auf. Zu ihm fühlt sie sich gleich hingezogen – so scheint er sie und ihre Probleme als Einziger wirklich zu verstehen. Elena findet Stefan tiefgründiger, erwachsener und reifer als seine Altersgenossen – ohne dabei auch nur im Geringsten zu erahnen, dass er ein über 150 Jahre alter, unsterblicher Vampir ist. Und Vampire ernähren sich von Blut – menschlichem Blut.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Ist es das noch wert? – Game of Thrones

von Anja Kurasov
Es dauert manchmal Monate oder gar Jahre bis ich endlich auf die „Das solltest du unbedingt sehen!“ und „Wie, du hast das noch nicht gesehen?“ Kommentare reagiere und mir die Serie, die schon seit Monaten oder gar Jahren vorbei ist, endlich anschaue. Das gleiche hatte ich nun auch mit Game of Thrones. Ja, ich kannte das Ende schon bevor ich mit der Serie angefangen habe, da das Serienfinale alle sozialen Medien in den Wahnsinn getrieben hat. Meine Neugier hat gewonnen. Ich wollte wissen, wieso so viele Leute so wütend waren. Diese Neugier hat sich dann in ein Interesse für die Serie verwandelt – was angefangen hat als Videos auf YouTube, die mir erklärten wieso genau das Ende nun so schlecht war, entwickelte sich langsam zu mehr Interesse an den Charakteren und der Serie.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Good Omens: In sieben Tagen wurde die Welt erschaffen – warum sollte es länger dauern sie zu zerstören?

von Florian Wittl
“It may help to understand human affairs to be clear that most of the great triumphs and tragedies of history are caused, not by people being fundamentally good or fundamentally bad, but by people being fundamentally people.”
So beschreibt Good Omens bereits in der ersten von sechs Episoden sehr treffend seine eigene Kernaussage. Denn obwohl es in der Miniserie, die auf dem gleichnamigen Buch von Neil Gaiman und Terry Pratchett aus dem Jahr 1990 basiert, sehr viel um Dämonen, Engel und Hexen geht, steht mehr das menschliche im Vordergrund. Etwa die Menschlichkeit des jungen Adam, der in einem verschlafenen englischen Dorf lebt, gerne mit seinen Freunden spielt und den Erwachsenen das Leben schwer macht. Ein ganz normaler Junge, möchte man meinen, wäre er nicht in Wirklichkeit der Antichrist, Sohn von Satan, und derjenige, der die Apokalypse hervorrufen soll.

Mittwoch, 4. September 2019

American Horror Story – einzelne Geschichten, einzelne Gliedmaßen

von Kim Kraus
Normale Serien gibt es wie Sand am Meer, aber was hier mit einem Experiment begann, wurde nun schon auf zehn Staffeln geplant. Diese Horror-Fernsehserie beweist, dass die Menschheit sich gerne gruseln will.
Wer aber denkt, dass American Horror Story von Staffel zu Staffel mehr künstlich aufbauscht, irrt sich. Jede Staffel hat seine eigene Rahmenhandlung, Zeit und Location. Dieses Format nennt man Anthologie-Serie. Es erlaubt dem Zuschauer seine eigene Reihenfolge der Staffeln zu wählen. Ich habe es mir in der standardmäßigen Chronologie angesehen. Könnte ich es nochmal wiederholen, würde ich jetzt mit Staffel 7 anfangen.

Freitag, 10. November 2017

Teen Wolf - Fantasy Action mit Biss

Von Tamara Strempfl

Die jungen Teenager Scott McCall und Stiles Stilinski der Beacon Hills High School wollen eine angebliche Leiche im Nahe gelegenen Wald entdecken, während plötzlich ein Wolf auftaucht und seine Bissspuren auf Scott hinterlässt. In kurzer Zeit entwickelt sein Körper seltsame Fähigkeiten und sein Freund Stiles stellt die Vermutung auf, er habe sich durch den Biss in einen Werwolf verwandelt, was Scott allerdings nicht wahr haben will. Als er sich dann aber bei Vollmond in einen Werwolf verwandelt, besteht kein Zweifel. Die beiden Jungs, die bisher als Außenseiter an ihrer Schule klar kommen mussten, gewinnen schnell an Beliebtheit, da die neuen übernatürlichen Kräfte des Werwolf-Daseins Scott zu dem neuen Lacrosse-Star der Schule machen.

Donnerstag, 7. September 2017

The Walking Dead - Die zweite Wiederbelebung der Zombies: Wieso Untote ins Fernsehen und nicht in den Film gehören

Von Sebastian Schillallis 

1931 kreierte der heutzutage einen Kultstatus genießende Bela Lugosi in Dracula den Stereotypen des Vampiren, als eleganten und gut aussehenden Mann im schwarzen Umhang der seitdem in verschiedensten Abwandlungen die Kinolandschaft heimsucht. Im selben Jahr kam mit Frankenstein die erste Verfilmung des gleichnamigen Romans auf die Leinwand, etablierte Frankensteins künstlichen Menschen als klassisches Filmmonster und stellte die heute noch relevanten Fragen: Wie weit kann künstliches Leben gehen und wo fängt Menschlichkeit überhaupt an?

Montag, 4. September 2017

Game of Thrones. Das Spiel der Toten

von Kristina Görlach 

Eine Bar in Birmingham, voll besetzt. Die Anwesenden folgen gebannt den Bildern auf einer Leinwand. Zu sehen sind festlich gekleidete Menschen, die sich offenbar auf einer Hochzeit befinden. Ein blonder Junge mit Krone setzt einen Kelch Wein an, trinkt, scheint sich verschluckt zu haben. Seine Braut beginnt zu schreien, als ihr klar wird, dass ihm die Luft zum Atmen fehlt. Während die Anwesenden der Hochzeit in Panik verfallen um ihrem König zu helfen, könnte die Stimmung der Zuschauenden in der Bar nicht gegensätzlicher sein. Vereinzeltes Lachen ist zu hören, dann beginnen sie zu klatschen. Jubel brandet auf während der junge König auf der Leinwand in den Armen seiner Mutter stirbt.