TV Kultur und Kritik
ist im Rahmen einer Übung im Fach Medienwissenschaft an der Universität Regensburg entstanden. Der Blog versammelt Kritiken zu den unterschiedlichsten Facetten der Fernsehkultur, die von arte (Breaking Bad) bis RTLII (Die Geissens) reicht. Ziel ist es eine Kritik zu etablieren, die dem Wesen, der Rezeption und der Faszination für das Format gerecht wird. Wir sind offen für Beiträge, die die Auseinandersetzung mit dem Fernsehen erweitern.

Mittwoch, 5. August 2020

„Too hot to handle“ – noch so ein Dating Trash-Tv Format?

von Antonia Post
Ein paradiesisches Resort am Strand von Mexiko und eine Reihe attraktiver Langzeitsingles, welche sich von ihrem vier wöchigen Aufenthalt viel Spaß, Genuss und vor allem Sex versprechen. “Too hot to handle” (im Deutschen „Finger weg“) ist eine, von Netflix produzierte, Reality-Tv-Show, welche internationalen Erfolg erntete. Obwohl sie mit ihrer Konkurrenz vieles, seien es gutaussehende willige Singles und eine traumhafte Location, gemeinsam hat, gibt es doch einen entscheidenden Unterschied. Während andere Formate wie „Love Island“ darauf hoffen, dass es zu sexuellen Interaktionen kommt, sollen die Kandidaten von „Too hot to handle“ während ihres Aufenthaltes „enthaltsam leben“. Das Konzept der Show ist ein Retreat, in welchem die Beziehungsphobiker lernen sollen, persönliche, emotionale Bindungen aufzubauen. Sie sollen sich mit den Personen, zu denen sie sich hingezogen fühlen auseinandersetzten, und herausfinden, was sie außer dem schönen Äußeren noch zu bieten haben. Als Anreiz hierfür dient ein Preisgeld von 100.000 Dollar. Mit jedem Regelverstoß wird die Siegesprämie um eine erhebliche Summe gekürzt. Allein ein Kuss kostet die Gruppe schlappe 3.000 Dollar. Alle anderen sexuellen Aktivitäten sind noch teurer.

Bodyguard – Spannung pur

von Luis Heislbetz
„Sie müssen das nicht tun. Sie können ihren Entschluss überdenken!“ Kriegsveteran David Budd redet eindringlich auf eine muslimische Frau mit angelegtem Sprengstoffgürtel im Toilettenraum eines fahrenden Zuges ein. Das ist eine der ersten Szenen in Jed Mercurios britischer Dramaserie „Bodyguard“ aus dem Jahr 2018 mit den Hauptdarstellern Richard Madden (auch Robb Stark in Game of Thrones) und Keeley Hawes. Dieser versuchte Bombenanschlag ist jedoch nur der Anfang dessen, was der Zuschauer zusammen mit David Budd in sechs Folgen der Miniserie noch erleben wird.

South Park – Die Simpsons auf Drogen

von Alexander Tambic
Seit 1997 wird uns jedes Jahr aufs Neue der gesellschaftliche Spiegel vors Gesicht gehalten. Was wir darin sehen ist meistens stark verzerrt, entspricht aber doch irgendwie der Realität und dem kruden Humor von Matt Stone und Trey Parker. Alles dreht sich um die 4 kleinen Jungs Stan, Kyle, Cartman und Kenny die in der kleinen beschaulichen Stadt South Park leben und dort von einer Mecha-Strisand bis hin zu übergroßen Dinosaurier-Hamstern alles erleben, was die Vorstellungskraft hergibt. Es gibt in South Park meistens keine rote Linie wie bei anderen Serien, bei welcher wir hoffen das wir in die tiefe Psyche der Charaktere eintauchen und dass sie sich entwickeln, woraufhin uns das alles zu einem befriedigenden Ende bringt. Es ist vielmehr eine Reise, ja doch, sogar ein Abenteuer mit den Charakteren und den weltpolitischen Ereignissen oder gesellschaftlichen Ritualen (popkulturellen Anspielungen), der sich South Park immer wieder annimmt. Es ist, neben dem brutalen schwarzen Humor das Herzstück der Serie.

Gossip Girl - Geld im Überfluss

von Alina Engl
New Yorkers reiche Upper East Side. An der 5th Avenue reihen sich die teuren Appartment-Komplexe aneinander und beherbergen die reichsten der Reichen – und ihre verwöhnten Sprösslinge: Tratsch, Klatsch und dauernde Intriegen regieren. Ebenfalls imitten dieser High Society lebt das sogenannte "Gossip Girl", im Original gesprochen von Kristen Bell, die unverkörperte Erzählerfigur der Serie. Sie postet mit Vorliebe Schlagzeilen im Internet und verschickt nicht selten die neusten Gerüchte per Email und SMS an alle User der Stadt. Ihr Augenmerk liegt dabei auf den It-Girls Serena van der Woodsen und Blair Waldorf, welche vor allem Beste Freundinnen aber auch zeitweise Rivalinnen sind. Im Folgenden werde ich einen kurzen Einblick zu den einzelnen Figuren, sowie zum Anfang der Erzählung geben, ohne zu viel von der Story vorweg zu nehmen.

Unser Kosmos: Die Reise geht weiter

von Jaqueline Schüler
Wie ist unser Auge entstanden? Woher kommt das Wort „Desaster“? Wie haben sich aus Wölfe Hunde entwickelt? Wie stehen Eis- und Braunbären zueinander? Wie ist unsere Welt, wie wir sie kennen entstanden?
All diese Fragen und noch viele mehr werden in der Dokumentationsreihe „Unser Kosmos: Die Reise geht weiter“ geklärt. Dokumentarsendungen sind meist nicht gerade die spannendsten Serien, die geballten Informationen sprudeln nur so aus dem Fernsehgerät raus. Oftmals hat man an der ein oder anderen Stelle Schwierigkeiten, seine Konzentration aufrecht zu erhalten.