TV Kultur und Kritik
ist im Rahmen einer Übung im Fach Medienwissenschaft an der Universität Regensburg entstanden. Der Blog versammelt Kritiken zu den unterschiedlichsten Facetten der Fernsehkultur, die von arte (Breaking Bad) bis RTLII (Die Geissens) reicht. Ziel ist es eine Kritik zu etablieren, die dem Wesen, der Rezeption und der Faszination für das Format gerecht wird. Wir sind offen für Beiträge, die die Auseinandersetzung mit dem Fernsehen erweitern.

Freitag, 13. August 2010

"Es folgt eine kurze Werbepause."


von Jana Kodadova


Es ist 20: 15 Uhr, das Abendprogramm im Fernsehen beginnt. Die Wahl fällt heute auf Greys Anatomie – die bekannte Serie aus Amerika, die von Beziehungsdramen der jungen Assistenzärzte und aus deren Alltagsleben erzählt. Meredith Grey beginnt zu erzählen, was aus der vergangenen Folge für die heutige zu wissen ist – die Titelmelodie setzt ein und als endlich die erwartete Szenerie im Krankenhaus beginnt, ist es soweit – Werbung.

Wieso wird eigentlich niemand mehr Millionär?


von Jeanette Bretan

Jeder kennt es, jeder hat es schon unzählige Male gesehen. Die Quizshow „Wer wird Millionär“ (RTL) ist seit seinem Beginn im Jahre 1999 äußerst beliebt und gern gesehen. Kein Wunder, dass die berühmte Show heute inzwischen in der elften Staffel läuft und Günther Jauch mittlerweile über 900 Sendungen moderieren durfte.

Lasst die Spiele beginnen! Crazy Competition


von Christine Resch


Fast wie der Kampf zwischen David und Goliath ist für Sonya Kraus und Jumbo, alias Thomas Schreiner – bekannt aus diversen Galileo „Schnitzel-Eskapaden“, der Wettstreit zwischen dem wohlhabenden Wassenach und dem armen Glees, zwei winzigen Dörfern an der Eiffel. Vergangenen Donnerstag sahen ca. 1,73 Millionen Menschen auf Pro7 Stefan Göddes neue, zweistündige Prime Time Show Crazy Competition bzw. „Das Dorf Duell“.
Die beiden Dörfer treten in Kindergeburtstags ähnlichen Wettkämpfen gegeneinander an: Frauentragen, XXL Lebkuchenhaus backen und Mülltonnenrennen. Das Siegerdorf erhält 10.000€, das Verliererdorf muss den „Stein der Schande“ ein ganzes Jahr in ihrem Dorf zur Schau stellen.

23. Spieltag der Fußball-WM: „Das Traumschiff“ – Kontrastprogramm mit Happy-End


von Bastian Zieglgruber


Eines vorweg: Ich habe die am vergangenen Mittwoch im ZDF gesendete Wiederholung der unter eingefleischten Fans hoch gehandelten „Traumschiff“-Episode „Vancouver“ nicht gesehen, schließlich ging es im öffentlich-rechtlichen Nachbarsender um den weiteren WM-Verbleib der Deutschen Nationalmannschaft – mit ernüchterndem Ergebnis, wie im weiteren Verlauf des Abends neben mir weit über 30 Millionen deutsche Leidensgenossen beziehungsweise 85 Prozent der Fernsehgucker feststellten mussten. Das „Kraken-Orakel“ sollte Recht behalten, die Spanier entpuppten sich als wesentlich stärkerer Gegner als Maradonas Argentinier. „Uns’re Jungs“ gingen im Vuvuzela-Meer von Durban sang und klanglos mit einem enttäuschenden 0:1 unter – aus der Traum vom WM-Finale, Fußball-Deutschland im Tal der Tränen. 

Der Krisenmontag im Ersten – Über ARD-Brennpunkte im Montagsprogramm


von Alexander Böck


An diesem Montag sollte eigentlich die zweiteilige Dokureihe „Wildes Japan – Schneeaffen und Vulkane“ zur Primetime um 20.15 Uhr in der ARD starten. Diese Sendung versprach den Zuschauern ein wenig Erholung vom deutschen Alltag und einen netten kleinen Einblick in die Naturlandschaften des ostasiatischen Inselreichs. Doch die Affen- und Vulkanliebhaber mussten vertröstet werden.