von Herbert Schwaab
Eine halbberühmte Frau, die bei Dancing with the Stars trotz aller Widrigkeiten ihrer Figur den ersten Platz gemacht hat und vor dem Fernsehpublikum mit dem ältesten Tanzlehrer Deutschlands einen Tanz auf das Parkett legt; zwei deutsche Ingenieure, die bei dem Tsunami in Japan im Atomkraftwerk Fukushima vor Ort waren und als betroffene Landsleute aus erster Hand von der Katastrophe berichten können; ein deutscher Student, der bei einem Pokerturnier mehrere Millionen gewonnen hat; die Prinzen, die die wichtigsten Songs des Jahres a-capella vortragen; ein kleiner Junge mit Brille, der dem Papst einen Brief geschrieben hat und zur Audienz bestellt wurde; die Klitschkobrüder, heute nur in der verwaisten Variante, da einer von Beiden krank darniederliegt; Kretschmann, der bodenständige Grüne, der die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewonnen hat; wieder ein Deutscher, der in Norwegen dabei gewesen ist und noch dazu mehrere der Jugendlichen auf der Insel vor dem Attentäter gerettet hat; ein Mann, der einen bizarren Unfall mit seinem Luxusschlitten und einem riesigen Traktor überlebt hat; Gaby Köster, die nach mehreren Jahren und nach einem schweren Schlaganfall wieder im Fernsehen auftritt und über den Sieg über ihre Krankheit spricht; das Säureattentatsopfer aus dem Iran, das auf das juristisch verbriefte Recht auf Rache an dem Peiniger verzichtet; zwei berühmte Moderatoren, die sich in kurzen Abständen in ihren Shows gegenseitig besuchen, als gäbe es keine Welt mehr außerhalb des Fernsehens. Manchmal erscheint das Fernsehen wie ein surrealer Fiebertraum, der die unpassendsten Dinge passend macht und in sein Format einzwängt. Günther Jauchs Jahresrückblick 2011 ist Fernsehen in Reinkultur.
Eine halbberühmte Frau, die bei Dancing with the Stars trotz aller Widrigkeiten ihrer Figur den ersten Platz gemacht hat und vor dem Fernsehpublikum mit dem ältesten Tanzlehrer Deutschlands einen Tanz auf das Parkett legt; zwei deutsche Ingenieure, die bei dem Tsunami in Japan im Atomkraftwerk Fukushima vor Ort waren und als betroffene Landsleute aus erster Hand von der Katastrophe berichten können; ein deutscher Student, der bei einem Pokerturnier mehrere Millionen gewonnen hat; die Prinzen, die die wichtigsten Songs des Jahres a-capella vortragen; ein kleiner Junge mit Brille, der dem Papst einen Brief geschrieben hat und zur Audienz bestellt wurde; die Klitschkobrüder, heute nur in der verwaisten Variante, da einer von Beiden krank darniederliegt; Kretschmann, der bodenständige Grüne, der die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewonnen hat; wieder ein Deutscher, der in Norwegen dabei gewesen ist und noch dazu mehrere der Jugendlichen auf der Insel vor dem Attentäter gerettet hat; ein Mann, der einen bizarren Unfall mit seinem Luxusschlitten und einem riesigen Traktor überlebt hat; Gaby Köster, die nach mehreren Jahren und nach einem schweren Schlaganfall wieder im Fernsehen auftritt und über den Sieg über ihre Krankheit spricht; das Säureattentatsopfer aus dem Iran, das auf das juristisch verbriefte Recht auf Rache an dem Peiniger verzichtet; zwei berühmte Moderatoren, die sich in kurzen Abständen in ihren Shows gegenseitig besuchen, als gäbe es keine Welt mehr außerhalb des Fernsehens. Manchmal erscheint das Fernsehen wie ein surrealer Fiebertraum, der die unpassendsten Dinge passend macht und in sein Format einzwängt. Günther Jauchs Jahresrückblick 2011 ist Fernsehen in Reinkultur.



