TV Kultur und Kritik
ist im Rahmen einer Übung im Fach Medienwissenschaft an der Universität Regensburg entstanden. Der Blog versammelt Kritiken zu den unterschiedlichsten Facetten der Fernsehkultur, die von arte (Breaking Bad) bis RTLII (Die Geissens) reicht. Ziel ist es eine Kritik zu etablieren, die dem Wesen, der Rezeption und der Faszination für das Format gerecht wird. Wir sind offen für Beiträge, die die Auseinandersetzung mit dem Fernsehen erweitern.

Mittwoch, 14. März 2012

Californication: You can‘t always get what you want

von Patricia Groll

„You can‘t always get what you want“ erklingt es glockenklar, in den Stimmen eines Knabenchors, im Hintergrund der Eröffnungsszene.

Man kann nicht immer haben was man haben möchte, das wird uns schon im frühesten Kindesalter von unseren Eltern beigebracht, aber offensichtlich trifft das nicht auf Jeden von uns zu, denn nachdem die engelsgleichen Stimmen verklungen sind betritt unser Held eine Kirche, löscht seine Zigarette in einem Weihwasserbecken und lässt sich anschließend von einer Nonne einen Blowjob anbieten.
Da sollen die Rolling Stones noch mal sagen man kann nicht alles haben was man will.

The same procedure? – Ja genauso wie immer!

von Verena Blinzler

Man kann es ja schon fast nicht mehr hören. Es ist überall. Jederzeit. Zumindest an einem bestimmten Tag im Jahr. Aber das dann dafür jedes Jahr. „I think we have Sherry with the soup!“ Jeder kennt die Sätze, jeder kennt die Abfolge. Dinner for one – eine nationale Krankheit?
Es ist Silvester morgen, ein paar arme Deutsche müssen heute tatsächlich noch arbeiten, für alle andern heißt es schon mittags: dieselbe Prozedur wie letztes Jahr, Miss Sofie?
14:55 Der Startschuss: Hessischer Rundfunk, James läutet den Gong und stellt auf hessisch die Gäste vor. Wie immer ist natürlich keiner anwesend.

“Gossip Girl”: das neue “Sex and the City”?

 von Laura Heinrich
“Good Morning, Upper Eastsiders, Gossip Girl here, your one and only source into the scandalous life of Manhattan’s Elite”. So beginnt seit nun schon fünf Staffeln jede Episode von “Gossip Girl”. 2007 rief der Schöpfer von „O.C., California“, Josh Schwartz, die äußerst erfolgreiche Serie ins Leben, welche auf den Büchern von Cecily von Ziegesar basiert.

„Ein gespielter Dokumentarfilm“

von Ramona Nowarra

Drei Paare in der Krise suchen Rat in einer Therapie. Während die Therapeuten sich selbst spielen, werden die Klienten von Schauspielern dargestellt. In dieser betont künstlichen Anordnung treten erstaunlich authentische Emotionen hervor. Dieser Film nennt sich „Beziehungsweisen“ und beginnt bereits mit der Warnung: „Ein gespielter Dokumentarfilm“.

Switch-Reloaded - Wenn Fernsehen Fernsehen parodiert

von Ramona Nowarra

"Tokio Hotel"-Sänger Bill Kaulitz stellt sich den bohrenden Fragen von Reinhold Beckmann, Hitler übernimmt das Regiment im "Stromberg"-Büro und die Super Nanny beschäftigt sich mit den Härtefällen Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga. Aber das ist nicht alles: "Switch reloaded" zeigt den Weg "Raus aus den Schulden", Dr. House trifft auf Florian Silbereisen, der Dalai Lama quizzt bei "Wer wird Millionär" und Heidi sucht schon wieder Topmodels.